Die Generalsanierung und Erweiterung des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Königs Wusterhausen schafft einen zukunftsfähigen Schulstandort, der die historische Bausubstanz mit moderner Lernarchitektur verbindet. Die Baumaßnahme wird in mehreren Bauabschnitten realisiert, um den laufenden Schulbetrieb während der Bauzeit sicherzustellen. Ziel des Entwurfs ist es, das historisch gewachsene Ensemble architektonisch zu harmonisieren, den Schulcampus funktional und gestalterisch zu stärken und ihn an die pädagogischen Anforderungen der Gegenwart anzupassen. Dabei werden Denkmalschutz, Raumqualität, Brandschutz und Nachhaltigkeit gleichrangig berücksichtigt. Das Gebäudeensemble des Gymnasiums liegt nördlich des Stadtkerns von Königs Wusterhausen und ist über Jahrzehnte gewachsen. Es umfasst mehrere Baukörper unterschiedlicher Bauzeiten, von denen die ältesten Teile unter Denkmalschutz stehen.
Die Erschließung des Schulgeländes bleibt während der Bauphasen gewährleistet. Interne Wegebeziehungen und Zugänge wurden im Zuge der Umbaumaßnahmen optimiert, sodass ein barrierefreier und sicherer Schulbetrieb möglich war.
Der jüngste Gebäudeteil aus dem Jahr 1992 wurde mit einer Brettsperrholzkonstruktion um ein Geschoss aufgestockt und fügt sich mit Dachform und Materialwahl in die gültige Gestaltungssatzung ein. Neue Fensterformate und -anordnungen setzen zeitgemäße Akzente und unterstreichen den schulischen Charakter des Gebäudes. Im Altbau werden historische Qualitäten durch Rückbau späterer Einbauten wieder sichtbar gemacht.
Das Gebäudeensemble ist funktional klar gegliedert. Unterrichtsbereiche, Fachräume und Verwaltungszonen sind für Schüler und Besucher übersichtlich angeordnet und über zentrale Flure miteinander verbunden. In den denkmalgeschützten Bereichen werden neue Einbauten als „freie Boxen im Raum“ realisiert, die den Bestand ergänzen, ohne ihn zu überlagern. So entstehen zeitgemäße Lernräume in historischer Hülle. Das vollständig umgestaltete Souterrain nimmt unter anderem die Mensa, die Cafeteria, Lesebereiche und die Bibliothek auf.
Die in Brettsperrholz ausgeführte Aufstockung spart Neubauflächen ein und reduziert so den ökologischen Fußabdruck. Gleichzeitig sorgt die Holzbauweise für flexible Grundrisse, die sich an zukünftige pädagogische Konzepte anpassen lassen. Die Sanierung verlängert die Lebensdauer der vorhandenen Substanz deutlich. Durch energetische Optimierungen und die Erneuerung der technischen Ausstattung wird der Energieverbrauch nachhaltig reduziert und ein zeitgemäßer Schulbetrieb ermöglicht.
| Projekt | Generalsanierung und Erweiterung des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in KW |
|---|---|
| Ort | Königs Wusterhausen |
| Zeitraum | 1.BA 10/2019 - 09/2022, 2.BA 10/2022 - 06/2024 |
| Auftraggeber:in | Landkreis Dahme-Spreewald |
| Leistungsumfang | Machbarkeitsstudie, Hochbau LP 1-9, Teilgeneralplanung |
| Bruttogrundfläche | 7.250 qm |
| Nettoraumfläche | 5.805 qm |
| Kategorie/n | Architektur Bildung & Soziales |